Der Granatapfel und die „Lebensmittelqualität und –sicherheit (CSA)“


Forschung und Technik helfen zweifelsohne bei der Entwicklung eines Landes und im konkreten Fall der Lebensmittelbranche; sie ermöglichen es, Produkte höchster Qualität und Lebensmittelsicherheit zu erzeugen. Dazu ist es notwendig, die Gesamtheit der Lebensmittelkette zu pflegen und zu überwachen, angefangen bei den Rohstoffen und der Verarbeitung bis hin zu den Bedürfnissen und Wünschen der Verbraucher. Gegenwärtig ist die „Zurückverfolgbarkeit“ ein Begriff höchster Bedeutung in der Lebensmittelindustrie, bei der von der Verkaufsstelle ab der gesamte Weg und Verlauf zurück bis zur Produktion und den Rohstoffen zurückverfolgt werden kann. Spanien ist ein Land, das eine sehr weit entwickelte Technik aufzuweisen hat, und sowohl die Forschungszentren als auch die Hochschulen sind immer mehr mit den Unternehmen der Lebensmittelbranche verbunden. Diese enge und weiter wachsende Zusammenarbeit trägt dazu bei, dass diese Unternehmen eine sehr vielversprechende Zukunft haben.

Die Forschungsgruppe für  „Lebensmittelqualität und –sicherheit (CSA)”  der Abteilung für Lebensmitteltechnik der Technischen Hochschule Orihuela (Universität Miguel Hernández in Elche) 1 hat eine umfangreiche Erfahrung mit Studien über den Granatapfel, sowohl auf Forschungsebene, wenn es um Qualitätsbeurteilung und Funktionen des Granatapfels und der von diesem abgeleiteten Produkte geht, als auch mit der Beratung der Produktions- und Vertriebsunternehmen für diese Produkte. Unter den Forschungsthemen für diese Unternehmen finden sich auch solche wie die Schätzung der Lebensdauer oder Haltbarkeit der Produkte, die Entwicklung neuer Produkte und die Durchführung von Affektivstudien mit Verbrauchern.



Die CSA-Gruppe hat sich in Zusammenarbeit mit ihren nationalen spanischen (CEBAS-CSIC) und internationalen Partnerinstituten wie die Kansas State University (USA) und die Breslauer Hochschule für Umwelt- und Lebenswissenschaften (Polen) zu einer Referenz-Gruppe in Sachen Studien über (ernährungsphysiologische, sensorische und funktionale) Qualität und die Akzeptanz der Granatapfelprodukte auf den internationalen Märkten entwickelt.

Ihre Forschungsarbeit spiegelt sich in mehr als 20 internationalen Fachartikeln über diese Thematik wider, seit man 2009 begonnen hatte, sich mit dem Granatapfel zu befassen. Die Forscher dieser Gruppe haben Plenumsvorträge über die Vorteile des Granatapfels in einer Vielzahl von Ländern gehalten, wie zum Beispiel in der Türkei, in Polen, der Slowakei, Mexiko, Spanien und anderen.

Die Granatapfelsorte „Mollar de Elche“ ist ohne Zweifel die am meisten in Spanien angebaute Sorte, für die wir weltweit bekannt sind. Die Früchte der Sorte „Mollar de Elche“ haben zwei Hauptvorteile: (I) die intensive Süße und (II) der sehr weiche holzige Arylanteil (essbarer Teil). Jedoch weisen sie auch Nachteile auf: (I) die Farbe ist nicht sehr intensiv und verschlechtert sich besonders stark durch die Hitzebehandlung der Säfte und (II) das sensorische Profil ist nicht sehr komplex, die Süße herrscht vor und weist fruchtige Aromanoten auf, die allgemein nicht sehr intensiv sind.  Andererseits ist es möglich zu behaupten, dass die Früchte anderer nicht heimischer Sorten wie der „Wonderful“ die Sorte „Mollar de Elche“ ergänzen.



Dieser Ergänzungscharakter ist darauf zurückzuführen, dass die Granatäpfel der Sorte „Wonderful“ ein komplexes sensorisches Profil und eine sehr intensive granatrote Farbe haben; die Nachteile sind jedoch offensichtlich, denn sie sind extrem sauer und der holzige Anteil des Aryls ist sehr hart und  widerspenstig (Vázquez-Araújo et al., 2014).

Eines der letzten von der CSA-Gruppe für die Firma „Antioxidantes Naturales del Mediterráneo“ entwickelten Produkte  war ein Granatapfelkonzentrat auf Grundlage einer Fusion der Sorten „Mollar de Elche“ und „Wonderful“. Diese Kombination hat ein Produkt zum Ergebnis gehabt, das die Bezeichnung Granatum Plus Granatapfelkonzentrat-Fusion führt und bei dem die guten Eigenschaften beider Sorten hervorstechen und die sensorischen Nachteile derselben neutralisiert werden; auch weist es einen hohen Gehalt an Punicalagin auf, ~232 mg Punicalagin in der empfohlenen täglichen Dosis (30 mL des Produktes).

SCHLUSSFOLGERUNGEN DER FORSCHUNGSARBEITEN DER UNIVERSITÄT MIGUEL HERNÁNDEZ

Eine der neuesten Forschungsarbeiten konzentrierte sich auf den Vergleich des Gesamtgehalts an Punicalaginen und Polyphenolen bei insgesamt 50 Handelsprodukten auf Grundlage des Granatapfels (die in der Europäischen Union einschließlich Spaniens vertrieben werden). Die untersuchten Produkte wurden in zwei große Gruppen unterteilt: (I) Kapseln, Ampullen und Extrakte sowie (II) direkt ausgepresste Säfte, Säfte auf Grundlage von Konzentraten und Konzentrate. Der Gehalt an Punicalaginen, der in der ersten Gruppe festgestellt wurde, erreichte folgende Werte: nicht festgestellt - 308 mg Punicalagin je Gramm des Produktes. In der zweiten Gruppe reichten die ermittelten Werte zwischen Nichtfeststellung von Punicalagin bis zu 10,4 mg Punicalagine je Gramm des Produktes. Die nach der Analyse erzielten Ergebnisse zeigten, dass die Produkte „Granatum Plus” aufgrund ihrer Qualität bezüglich der Zusammensetzung der besagten Verbindung hervorstachen (α- und β-Punicalagin).

Die Kapseln mit Granatapfelextrakt und das Granatapfelkonzentrat Granatum-Plus-Fusion waren die Produkte, bei denen ein hoher Gehalt an Punicalagin festgestellt werden konnte (308 und 7.76 mg Punicalagin je Gramm des Produktes).

Bei den Forschungsprogrammen, die während des Zeitraums Oktober 2016 bis April 2017 für mehr als 50 Produkte durchgeführt worden sind, können wir feststellen, dass die Granatum-Plus-Produkte optimale Werte für Punicalagin A+B aufweisen, abgesehen von den höchsten Punktewerten bei den organoleptischen Verkostungen. Es wurde ebenfalls festgestellt, dass die Punktewerte bezüglich des Preis-Qualitäts-Verhältnisses der Produkte sehr viel höher ausfielen als bei der Mehrheit der untersuchten Produkte.


Bezüglich der Produkte mit ökologischem Siegel wurde festgestellt, dass diese keinen höheren Gehalt an bioaktiven Bestandteilen aufweisen als die konventionellen Granatum-Plus-Produkte.



Aus allen diesen Gründen kommen wir zu dem Schluss, dass die Fruchtsäfte, Konzentrate und Extrakte des Granatapfels Granatum Plus weitreichend den funktionellen Lebensmittelanforderungen genügen und die Bedürfnisse selbst des anspruchsvollsten Verbrauchers befriedigen.



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